Landesbischof Christian Kopp nimmt am Christopher Street Day in Nürnberg teil
Christian Kopp, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB), nimmt am Samstag, den 8. August 2026, an der Demonstration zum Christopher Street Day in Nürnberg teil. Kopp versteht seine Teilnahme als Zeichen der Solidarität mit queeren Menschen nach dem Anschlag in Berlin vor zehn Tagen, bei dem eine Frau getötet und zahlreiche Menschen schwer verletzt wurden.
„Es gibt Menschen, die Angst und Schrecken verbreiten wollen. Aber wir stehen als Gesellschaft und als Kirche zusammen. Queere Menschen gehören selbstverständlich zu unserer Gesellschaft und zu unserer Kirche. Sie sollen offen und ohne Angst leben können. Deshalb ist es mir wichtig, am CSD präsent zu sein und sichtbar an der Seite queerer Menschen zu stehen“, betont Kopp und versichert: „Unsere Kirche wird sich immer für den Schutz aller Menschen einsetzen. Wir stellen uns als Kirche dem Hass und jeglicher Form von Gewalt gegen Menschen und Menschengruppen entschieden entgegen.“
Zugleich verweist Kopp auf die Folgen des Anschlags und die bleibenden Herausforderungen: „Der Anschlag in Berlin hat mich wie viele Menschen tief erschüttert. Ich denke an die getötete Frau und wünsche den Verletzten gute Genesung. Queere Menschen erleben bis heute Hass, Ausgrenzung und Gewalt. Auch in unserer Kirche mussten queere Menschen ihre Identität verstecken oder Benachteiligungen erfahren. Sie sind von Gott wunderbar geschaffen und bringen wertvolle Impulse in kirchliche und gesellschaftliche Debatten. Wir arbeiten als Kirche intensiv daran, strukturelle Benachteiligung abzubauen. Dazu hat die Landessynode einen Maßnahmenplan beschlossen, den wir kontinuierlich umsetzen.“
München, 05.08.2026
Christine Büttner, Pressesprecherin
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